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Arbeit: Generation Z und Führungskräfte treffen sich bei HReboot, um den Kulturwandel neu zu gestalten

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Rom, 10. November (Labitalia) – In einer Arbeitswelt, die sich im Tempo künstlicher Intelligenz dreht, hielt HReboot die Zeit für einen Abend an und schuf Raum für Diskussionen. Manche sind mit E-Mails und Berichten aufgewachsen, andere kommunizieren über Chat und KI…

Rom, 10. November (Labitalia) – In einer Arbeitswelt, die sich im Tempo künstlicher Intelligenz weiterentwickelt, ließ HReboot die Zeit für einen Abend stillstehen und bot Raum für Diskussionen. Manche sind mit E-Mails und Berichten aufgewachsen, andere kommunizieren über Chat und KI. Zwei Welten sind nun aufeinandergetroffen. Dies geschah kürzlich in der Mailänder Zentrale der Albert School, Europas erster Schule für Daten, Wirtschaft und KI. Die erste Ausgabe von HReboot brachte Führungskräfte, Unternehmer, Institutionen und Verbände, junge Talente, Kreative und Sportler zusammen, um über die Zukunft der Arbeit und das Verhältnis zwischen Mensch und Technologie zu diskutieren.

HReboot wurde von Alessandro Castelli, HR-Berater und Business-Mental-Coach, Giacomo Marchiori, CEO und Gründer von Talentware, und Floriano Bollettini, Präsident der Albert School Italia, konzipiert und organisiert. Es war keine Konferenz, sondern ein generationsübergreifendes „Real Talk“, ein authentischer Austausch, bei dem sich alle unabhängig von Rolle oder Seniorität in die Augen schauten, zuhörten und wirklich miteinander in Kontakt traten, um zu verstehen, wie man in einer Welt, die sich schneller verändert als man selbst, arbeiten, wachsen und kommunizieren kann.

Im Zentrum der von Castelli und der Journalistin und Kommunikationsberaterin Rita Maria Stanca moderierten Veranstaltung stand die Live-Umfrage „Arbeit, Kultur, Intelligenz und die Zukunft: Wo stehen wir (wirklich) heute?“. Sie zeichnete das Bild einer italienischen Unternehmenskultur im Wandel, die jedoch noch nach dem richtigen Gleichgewicht sucht. 65 Prozent der Teilnehmenden beschrieben die italienische Unternehmenskultur als „in Entwicklung, aber mit noch einem langen Weg vor sich“, während niemand sie bisher als mitarbeiterorientiert wahrnahm. Ein klares Signal: Der Trend hin zu einem menschlicheren Modell hat begonnen, ist aber noch nicht tief verwurzelt. Die Generation Z, die treibende Kraft des Wandels, sucht nicht nach Vorteilen oder Hierarchien, sondern nach Vertrauen, Wachstum und Sinn. Für über die Hälfte der Befragten (54 %) liegt der Schlüssel zur Gewinnung und Bindung von Talenten in der Bereitstellung personalisierter Entwicklungspfade, während 42 Prozent authentische Führungskräfte, die zuhören und inspirieren können, als Schlüssel zur Weiterentwicklung von Organisationen nannten.

„Das eigentliche Problem“, kommentierte Giacomo Marchiori, Gründer von Talentware und einer der Organisatoren der Veranstaltung, „ist nicht der Generationenunterschied, sondern der kulturelle. In einer Welt, die sich schneller verändert als Berufsbezeichnungen, ist Anpassungsfähigkeit die wahre Kompetenz der Zukunft. Neue Tools zu lernen reicht nicht aus: Man muss jeden Tag lernen, sich weiterzubilden. Genau darum geht es: Die Weiterentwicklung technischer Fähigkeiten ist nur dann sinnvoll, wenn sie mit einer kulturellen Weiterentwicklung einhergeht. Und das gilt auch für die Debatte um Hard Skills versus Soft Skills: Kritisches Denken, Zuhören und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, sind natürlich unerlässlich. Aber haben Sie jemals ein Produktions-, Mode- oder IT-Unternehmen gesehen, das ohne modernste technische Kompetenzen erfolgreich ist? Es ist die Summe, die Wert schafft: eine sich wandelnde Kultur plus neue Kompetenzen, die ins System einfließen. Unternehmen, die diese evolutionäre Denkweise pflegen, werden zu lebendigen Organismen, die mit den Menschen wachsen können, anstatt über ihnen zu stehen.“

Eine der überraschendsten Erkenntnisse der Umfrage betrifft künstliche Intelligenz: 62 % der Befragten sehen sie als Erweiterung menschlicher Fähigkeiten und nicht als Bedrohung für Arbeitsplätze. Dieses Ergebnis widerlegt viele gängige Missverständnisse und zeigt, wie Technologie – bei bewusstem Einsatz – eine Brücke zwischen den Generationen schlagen kann, anstatt Konflikte zu schüren.

Die Zukunft der Arbeit ist kein Wettstreit zwischen Mensch und Technologie, sondern ein Dialog zwischen beiden. HReboot ist kein einzelnes Event, sondern ein Format, das großen Anklang gefunden hat und Nachahmer finden sollte. Es basiert auf der Überzeugung, dass wir heute, in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen der Arbeitswelt durch Technologie und künstliche Intelligenz, wieder mit einem echten Dialog beginnen müssen: nicht auf großen, einseitigen Bühnen oder in den sozialen Medien, sondern im direkten Austausch zwischen Menschen, Generationen und mit unterschiedlichen Kompetenzen. HReboot stellt den Menschen wieder in den Mittelpunkt: Führungskräfte und junge Menschen, die einander zuhören, sich vernetzen und gemeinsam eine neue Kultur des Wandels gestalten, die auf Vertrauen, Authentizität und gegenseitiger Neugierde gründet. Denn nur so kann Technologie, insbesondere künstliche Intelligenz, die menschliche und emotionale Intelligenz fördern, anstatt sie zu ersetzen. „HReboot wurde genau dafür ins Leben gerufen: um Räume für authentische Diskussionen zu schaffen, in denen Führungskräfte und die Generation Z zusammenkommen und gemeinsam eine neue, menschlichere und fundiertere Arbeitssprache entwickeln können“, erklärte Alessandro Castelli.

Das Panel, bestehend aus vier Doppelinterviews mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen, präsentierte Marco Achilli (Imesa Spa), Nicola Spadafora (Confapi Milano), die Journalistin Silvia Pagliuca, die Motorsport-Content-Creatorin Kim Spolidoro, die paralympische Athletin und Unternehmensanalystin Sofia Brunati, ACMI-Vorstandsmitglied Alberto Lamberti, Giacomo Marchiori (Talentware) und Floriano Bollettini (Albert School Italia). Das Panel fesselte das Publikum mit seiner Dynamik: Schnell aufeinanderfolgende, oft spontane Fragen und ein Tempo, das einen authentischen Dialog nicht nur zwischen den beiden Interviewpartnern, sondern auch mit dem Publikum förderte. Das Ergebnis war ein lebhafter und spontaner Austausch, der verschiedene Perspektiven aus Wirtschaft und Sport, Unternehmertum und Wissenschaft zusammenbrachte und eine gemeinsame Botschaft vermittelte: Die Verbindung von Mensch und Technologie ist keine theoretische Frage mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit für die Gestaltung der Zukunft der Arbeit.

„Es gibt keine Trennlinie mehr zwischen menschlichen und technologischen Fähigkeiten: Die Zukunft gehört denen, die beides vereinen können. Die neuen Generationen müssen Daten, aber auch Menschen verstehen, Algorithmen analysieren und sie gleichzeitig mit kritischem Denken und Empathie begleiten können. Das ist die wahre Bildung für den Wandel, die wir an der Albert School fördern wollen“, fügte Floriano Bollettini, Präsident der Albert School Italia, hinzu.

Ein weiteres zentrales Thema der Diskussion war Sport als Führungsmodell. 62 Prozent der Befragten gaben an, dass die Sprache des Sports Organisationen dank der Werte Vertrauen, Disziplin und Teamwork bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen kann. „Im Beruf wie im Sport“, erklärte Sofia Brunati, paralympische Athletin und Unternehmensanalystin, „entsteht Leistung aus Zusammenhalt, nicht aus Ergebnissen um jeden Preis. Unternehmen, die das verstehen, werden zu attraktiven Arbeitsplätzen.“ Derselbe Gedanke spiegelte sich in der vielleicht symbolträchtigsten Erkenntnis wider: Für 50 Prozent der Befragten sind Generationsunterschiede noch immer ein ungenutztes Potenzial, während 42 Prozent sie bereits als Chance für einen neuen Kulturpakt sehen.

HReboot schloss mit einer interaktiven Netzwerkveranstaltung, bei der sich Fachkräfte und junge Menschen trafen, um über Vertrauen, Innovation und die Zukunft zu diskutieren. „Neustart ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess. Es bedeutet, sich nicht in einer Rolle zu verharren, sondern einander zuzuhören, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Das ist die neue Art der Innovation: menschlich, gemeinschaftlich, generationenübergreifend“, sagte Marchiori abschließend.