> > Fall Garlasco: Nach den ehemaligen Anwälten von Sempio werden neue Zeugen bei der Staatsanwaltschaft Brescia erwartet.

Fall Garlasco: Nach den ehemaligen Anwälten von Sempio werden neue Zeugen bei der Staatsanwaltschaft Brescia erwartet.

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Brescia, 14. November (Adnkronos) – Trotz der derzeitigen eingeschränkten Erreichbarkeit von Telefonen und Computern werden neue Anhörungen und Ermittlungen fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Brescia geht in ihren Ermittlungen zu mutmaßlicher Korruption im Zusammenhang mit … zügig und unvoreingenommen vor.

Brescia, 14. November (Adnkronos) – Trotz der aktuellen Kommunikationsprobleme mit Telefonen und Computern werden neue Anhörungen und Ermittlungen fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Brescia geht zügig und unvoreingenommen ihren Ermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption im Zusammenhang mit dem Fall Garlasco nach. Dabei wird der Verdacht geprüft, dass die Einstellung des Verfahrens gegen Andrea Sempio im Jahr 2017 – gegen eine geschätzte Gebühr zwischen 20 und 30 Euro – durch den ehemaligen stellvertretenden Staatsanwalt von Pavia, Mario Venditti, ermöglicht wurde. Venditti wird zusammen mit Giuseppe Sempio wegen Korruption ermittelt.

Der eine in der Gestalt des Korrupten, der andere in der des Korrumpierers.

Obwohl die Überweisung von Bargeld ohne Rechnung an das ehemalige Verteidigerteam des 38-Jährigen, gegen den wegen Verschwörung zum Mord an Chiara Poggi ermittelt wird, bestätigt scheint – die Anwälte Federico Soldani, Simone Grassi und Massimo Lovati wurden als Zeugen vernommen –, bleibt unklar, wie das Geld den Besitzer wechselte und ob jemand behauptet hat, das Verfahren ohne Weiteres hinter dem Rücken der Ermittler und Vendittis selbst einstellen zu können. Dies könnte die Korruptionsermittlungen gefährden und möglicherweise zu Anklagen wegen Betrugs oder Steuerhinterziehung führen.

Die Staatsanwaltschaft Brescia unter der Leitung von Oberstaatsanwalt Francesco Prete und Staatsanwältin Claudia Moregola ist weiterhin für die im Haus der Familie Sempio gefundene Notiz zuständig. Diese enthält die Formulierung und die Höhe der mutmaßlichen Bestechungsgelder sowie Unregelmäßigkeiten im Protokoll der Telefonüberwachung und verdächtiges Verhalten der ehemaligen Carabinieri-Beamten Silvio Sapone und Giuseppe Spoto. Nach der Ablehnung des Revisionsgerichts besteht weiterhin kein Zugriff auf die Inhalte der Computergeräte des ehemaligen Richters Venditti und der beiden mit ihm zusammenarbeitenden Militärangehörigen. Die Staatsanwaltschaft, die heute nicht zur zweiten Anhörung erschien, da sie ihr Urteil für ausreichend hält, ist zuversichtlich, auf den Mobiltelefonen Beweise für die Straftat zu finden.