Rom, 11. November (Adnkronos) – „Wir fordern Alessandro Giuli auf, vor dem Parlament zu erscheinen und dringend über die heutigen Meldungen der Repubblica zu berichten. Es handelt sich um eine Angelegenheit von beispielloser Tragweite, die nicht ignoriert werden darf. Sollte er bestätigt werden, stünden wir vor einem Minister, der nicht nur den Kultursektor und die Öffentlichkeit belogen, sondern das Wirtschaftsministerium sogar zu weiteren Kürzungen im Filmbereich gedrängt hat.“
Sogar in einer offiziellen E-Mail.“ Das sagen die Vertreter der Fünf-Sterne-Bewegung in den Kulturausschüssen der Abgeordnetenkammer und des Senats.
Nachdem Giuli die Kinoindustrie bereits schwer getroffen hatte, rief er Berichten zufolge zu einem noch härteren Streik auf, als wolle er das italienische Kino endgültig zerstören. Doch wann hat ein Minister jemals Kürzungen in seinem eigenen Sektor gefordert? Wir stehen vor einem strafenden und ideologisch motivierten Plan gegen eine ganze Branche, die Tausende von Menschen beschäftigt und zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen gehört, für die Italien weltweit bekannt ist, so die Autoren weiter.
„Giuli sollte vor dem Parlament erscheinen und Wort für Wort erklären, was er in jener E-Mail geschrieben hat, die Gründe für seine Forderung und welches politische Mandat er hatte, das Wirtschafts- und Finanzministerium zu weiteren Kürzungen der Mittel aufzufordern. Denn sollte der Minister tatsächlich so gehandelt haben, muss er die volle Verantwortung dafür übernehmen“, so die Vertreter der Fünf-Sterne-Bewegung abschließend.