Rom, 15. November (Adnkronos) – „Der Änderungsantrag der FdI zum Haushalt, der die Bauamnestie faktisch wieder in Kraft setzt, ist ein sehr schwerwiegender Akt. Es handelt sich um eine Maßnahme, die nicht darauf abzielt, die Wohnungsnot zu lösen, sondern um kurz vor den Wahlen in Kampanien Unterstützung zu mobilisieren. Diese Dynamik trägt alle Merkmale eines politischen Stimmenkaufs.“
Piero De Luca, Regionalsekretär der Demokratischen Partei Kampaniens, erklärte dies.
Statt des von Meloni versprochenen 15-Milliarden-Euro-Wohnungsbauprogramms, das nach den Ankündigungen wie durch ein Wunder verschwand, gibt es nun eine weitere Stimmenfang-Amnestie. Um den Wahlkampf abzurunden, fehlen nur noch „ein paar Töpfe und Pfannen, ein Staubsauger und ein Fahrrad mit Shimano-Schaltung“. Das ist absurd. Die Situation wird, so der Demokrat, durch die eklatanten Widersprüche innerhalb der Mehrheit noch grotesker: Cirielli begrüßt die Amnestie offen. Tajani versucht, die Sache mit einer peinlichen Einzelfallprüfung zu verzögern. Meloni schweigt, nachdem er geschworen hatte, nie wieder Amnestien zu gewähren.
„Wem sollen wir glauben? Wer regiert wirklich? Und vor allem: Warum muss das Land in einer so heiklen Angelegenheit ein verwirrendes und widersprüchliches Vorgehen miterleben, dessen einziger Zweck darin besteht, den Wahlkampf durch die Ausnutzung der Ängste und Nöte der Bürger anzuheizen? Währenddessen erleben Tausende von Familien in Kampanien eine dramatische Wohnungskrise, die von diesem Manöver völlig ignoriert wird. Keine Ressourcen, keine konkreten Pläne, keine Maßnahmen gegen die unsicheren Wohnverhältnisse: nur Propaganda und gebrochene Versprechen. Wenn Präsidentin Meloni auch nur einen Funken Würde besitzt, sollte sie diesen Änderungsantrag unverzüglich zurückziehen und einen ernsthaften Plan zur Bewältigung der Wohnungskrise vorlegen“, so De Luca abschließend.