Ancona, 10. November (Adnkronos/Labitalia) – „Das Projekt Si.in.pre.sa. wurde ins Leben gerufen, um INAIL näher an Institutionen, Arbeitnehmer und Unternehmen heranzuführen, aber auch an all jene, die das Institut lediglich für eine Versicherungsgesellschaft halten.“ Dies erklärte Marcello Fiori, Generaldirektor von INAIL, bei der Eröffnung der ersten Station der landesweiten Kampagne im Hafen von Ancona.
„In unserer mobilen Einheit“, fügte er hinzu, „kann man sich beraten lassen, an Schulungen teilnehmen und sich über die Förderprogramme des INAIL für die Erneuerung von Arbeitsmitteln und die Einführung neuer Gesundheits- und Sicherheitstechnologien informieren.“ Der vom Institut eingerichtete LKW, eine Art „Präventionsstation“, bietet außerdem Gesundheitschecks, Treffen mit Studierenden und Informationsveranstaltungen zum Thema Sicherheitskultur an. „Gesundheit und Sicherheit sind keine bürokratische Pflicht“, betonte Fiori, „sondern eine Investition in die Zukunft derer, die arbeiten, und derer, die es noch tun werden.“
„Wir haben den Hafen von Ancona für den Start von Si.in.pre.sa. gewählt, weil die Blaue Wirtschaft eine tragende Säule des Landes ist: ein Sektor voller Chancen, aber auch Risiken. Allein im Hafen von Ancona“, bemerkte er, „arbeiten über 6.000 Menschen in den Bereichen Hafenbetrieb, Logistik und Instandhaltung, oft mit Überschneidungen zwischen den verschiedenen Aufgaben.“ „In solchen Kontexten“, fuhr Fiori fort, „ist Prävention unerlässlich: Nur durch Sensibilisierung und Schulung können wir Unfälle und tödliche Arbeitsunfälle vermeiden.“ Die Initiative Si.in.pre.sa. läuft landesweit über 24 Monate und insgesamt 100 Tage mit dem Ziel, lokale Unterstützung anzubieten und eine Sicherheitskultur zu verbreiten – „nicht als Pflicht, sondern als gemeinsamen Wert von Unternehmen und Arbeitnehmern“.
„Jede Arbeitstragödie, wie die jüngste im Torre dei Conti in Rom, ist ein Schlag für das ganze Land und zeigt, dass wir für die Sicherheit nie genug tun können. Die schwersten Unfälle ereignen sich weiterhin im Bauwesen, in der Logistik und in der Schwerindustrie“, betonte er. „Dafür braucht es geschultes Personal und ein gemeinsames Engagement der gesamten Sicherheitskette: von den Arbeitgebern bis zu den Arbeitnehmervertretern.“
Fiori betonte, dass INAIL und INPS nach jahrelanger mangelhafter Aufsicht 500 neue Inspektoren einstellen werden. „In einem Land, in dem 90 % der Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter haben“, fügte er hinzu, „müssen wir Kleinstunternehmen auf ihrem Wachstumskurs unterstützen und ihnen verdeutlichen, dass Prävention keine Kosten, sondern eine Investition ist – der einzige Weg, Leben zu retten und die Produktivität zu sichern.“