In Sachsen-Anhalt erzielte die AfD ein historisches Ergebnis, das jedoch nicht für eine Alleinregierung reichte. Mit 43,8 % der Stimmen gewann die rechtsextreme Partei 39 der 88 Sitze, verfehlte aber die absolute Mehrheit, die für die Einsetzung ihres Kandidaten Ulrich Siegmund in die Landesregierung notwendig gewesen wäre.
Der Sieg der AfD wurde durch 170 neue Wähler ermöglicht, fast doppelt so viele wie alle anderen Parteien zusammen. Doch die rechtsextreme Partei hat noch keine Lösung für die Regierungsbildung gefunden. Die CDU, die 17,2 % der Stimmen erhielt, schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, während die Linkspartei, die 8,5 % der Stimmen erhielt, die Möglichkeit einer Minderheitsregierung in Betracht zog.
Die Herausforderung der AfD, eine Regierung zu bilden
Die Alternative für Deutschland (AfD) erzielte in Sachsen-Anhalt ein historisches Ergebnis, hat aber noch keine Lösung für die Regierungsbildung gefunden. Die rechtsextreme Partei gewann 39 von 88 Sitzen, verfehlte aber die absolute Mehrheit, die für die Regierungsbildung ihres Kandidaten Ulrich Siegmund erforderlich gewesen wäre.
Die CDU, die 17,2 % der Stimmen erhielt, schloss jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. Generalsekretärin Franziska Hoppermann bekräftigte: „Wir kooperieren nicht mit Extremisten, insbesondere nicht mit solchen aus dem rechtsextremen Spektrum.“ Auch Bundeskanzler Friedrich Merz schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus und bekräftigte die Politik der Brandmauer, der Eindämmungspolitik gegen Rechtsextremismus.
Die Linkspartei, die 8,5 % der Stimmen erhielt, hat die Möglichkeit einer Minderheitsregierung eröffnet. Die Spitzenkandidatin der Partei, Eva von Angern, gab den Christdemokraten eine Mitschuld am Erfolg der AfD: „Wenn die CDU rechtsextreme Themen aufgreift, dann wählen die Leute das Original.“
Doch selbst mit der Unterstützung der Linken hätte die AfD keine absolute Mehrheit. Sie bräuchte auch die Stimmen der SPD und der Grünen, die 9,3 % bzw. 8,9 % der Stimmen erhielten. Die SPD hat jedoch jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, während die Grünen die Möglichkeit einer Minderheitsregierung in Betracht gezogen haben.
Die nächsten Schritte
Bis zur Wahl eines neuen Gouverneurs bleibt die Regierung von Sven Schulze übergangsweise im Amt. Der neue Landtag muss spätestens am 6. zusammentreten. Die erste Sitzung wird vom dienstältesten Abgeordneten geleitet, und es wird ein neuer Landtagspräsident gewählt.
In Sachsen-Anhalt gibt es keine gesetzliche Frist für die Wahl eines neuen Landtags. Sobald die Verhandlungen über die Bildung einer Koalition oder einer Mehrparteienkoalition abgeschlossen sind, wird die Wahl auf die Tagesordnung gesetzt.
Die Gouverneurswahl erfolgt geheim. Mehrere Kandidaten können antreten. Es gibt maximal drei Wahlgänge. Im ersten Wahlgang ist die absolute Mehrheit (42 Stimmen) erforderlich. Wird diese nicht erreicht, muss innerhalb der nächsten sieben Tage ein zweiter Wahlgang stattfinden, in dem erneut die absolute Mehrheit gefordert wird. Erfolgt auch dieser nicht, beginnt eine Zwischenphase: Der Landtag muss innerhalb von 14 Tagen über seine Auflösung abstimmen. Auch hierfür ist die absolute Mehrheit erforderlich. In diesem Fall würden Neuwahlen stattfinden. Löst sich der Landtag nicht auf, findet unverzüglich ein dritter Wahlgang statt. Hier genügt die einfache Mehrheit: Wer eine Stimme mehr als die anderen erhält, gewinnt.
Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, dem Wahlsieger das Mandat zur Regierungsbildung zu übertragen. Auch andere Parteien können versuchen, eine Mehrheit zu erlangen.
Reaktionen der Partei
Der Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt löste gemischte Reaktionen bei den Parteien aus. Die CDU schloss jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus und bekräftigte ihre Brandmauer-Politik. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte: „Wir arbeiten nicht mit Extremisten zusammen, insbesondere nicht mit solchen vom rechten Rand.“
Die SPD hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, aber die Möglichkeit einer Minderheitsregierung mit Unterstützung der Linkspartei in Betracht gezogen. Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil erklärte: „Was aus Sachsen-Anhalt kommt, ist jedoch ein wichtiges Signal: Wir müssen die Politik der Bundesregierung überdenken.“
Die Grünen haben die Möglichkeit einer Minderheitsregierung mit Unterstützung der Linkspartei in Aussicht gestellt. Die Spitzenkandidatin der Partei, Claudia Wittig, erklärte, sie werde „inhaltsorientierte Entscheidungen treffen“, um positive Projekte für den Staat umzusetzen, „auch mit der AfD“.
Die Linke hat mit der Unterstützung der AfD die Tür für eine Minderheitsregierung geöffnet. Die Spitzenkandidatin der Partei, Eva von Angern, gab den Christdemokraten eine Mitschuld am Erfolg der AfD: „Wenn die CDU rechtsextreme Themen aufgreift, dann wählen die Leute das Original.“
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Sachsen-Anhalt ein historisches Ergebnis erzielt, kann aber noch keine Regierung bilden. Die rechtsextreme Partei gewann 39 von 88 Sitzen, jedoch nicht die absolute Mehrheit, die für die Regierungsbildung ihres Kandidaten Ulrich Siegmund erforderlich gewesen wäre. Die CDU hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, während die Linke die Möglichkeit einer Minderheitsregierung in Betracht gezogen hat. Selbst mit der Unterstützung der Linken hätte die AfD keine absolute Mehrheit. Zusätzlich wären die Stimmen der SPD und der Grünen, die 9,3 % bzw. 8,9 % der Stimmen erhielten, notwendig. Die SPD hat jedoch eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, während die Grünen die Möglichkeit einer Minderheitsregierung in Betracht gezogen haben.
