> > Jemen, Spannungen nehmen zu. Huthis greifen Anlagen in Saudi-Arabien an.

Jemen, Spannungen nehmen zu. Huthis greifen Anlagen in Saudi-Arabien an.

Rom, 16. September (askanews) – Die Lage im Jemen spitzt sich zu; die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen verschärfen sich. Letztere erklärten unter Veröffentlichung einiger Bilder, sie hätten als Reaktion auf saudische Luftangriffe Anlagen des Ölkonzerns Saudi Aramco in Yanbu, einem wichtigen saudischen Hafen am Roten Meer, angegriffen. Laut ihrem Sprecher habe es in der vergangenen Woche mehr als 450 solcher Angriffe gegeben.

„Die jemenitischen Streitkräfte“, so der Sprecher der Rebellenmiliz, „führten zwei Operationen durch: Die erste richtete sich gegen das Aramco-Unternehmen in Yanbu und wurde mit Dutzenden ballistischer Raketen und Drohnen angegriffen. Die zweite Operation zielte auf den Luftwaffenstützpunkt Khamis Mushait und wurde mit einem Raketenhagel attackiert.“ Die Drohung lautete: „Die jemenitischen Streitkräfte werden unser Land und unser Volk weiterhin verteidigen und dem verbrecherischen saudischen Feind Lektionen erteilen, die er nie vergessen wird.“ Riad beschuldigte die Huthis unterdessen, eine Drohne auf die heilige Stadt Mekka abgefeuert zu haben, die kurz vor dem Eindringen in den Luftraum von der Luftabwehr abgeschossen wurde.

Die Rebellen wiesen die Anschuldigung als „abgedroschene Lüge“ zurück. Auch die Organisation für Islamische Zusammenarbeit verurteilte den Angriff, den die Rebellen ebenfalls dementierten. Die Spannungen in der Region sind weiterhin hoch und haben bisher zur Binnenvertreibung von über 100.000 Menschen geführt. Das UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, berichtet, dass Tausende weitere in Dschibuti Zuflucht gesucht haben.

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