Ein schwerwiegender technischer Defekt hat den Flugverkehr im Vereinigten Königreich lahmgelegt und zur Annullierung von 1.055 Flügen am Dienstag und 177 Flügen am Mittwoch, dem 9. September, geführt. Die von der Flugsicherung NATS gemeldete Störung hatte Auswirkungen auf die wichtigsten Flughäfen des Landes, darunter Heathrow und Gatwick.
Die Folgen des technischen Defekts
Die technische Störung beeinträchtigte die Flughäfen London, Liverpool, Birmingham und Edinburgh erheblich . Laut der Flugverkehrsüberwachungswebsite Flightradar24 war die Lage am Flughafen Heathrow besonders kritisch , wo die meisten Flüge gestrichen wurden. Josie Donoghue, eine Mitarbeiterin im Gesundheitswesen, beschrieb die Situation als „Albtraum“ und verglich die Flucht aus dem Flughafen Gatwick mit einem Ausbruch aus Alcatraz.
Stellungnahmen der Fluggesellschaften
British Airways musste über 100 Flüge streichen oder umleiten, was Zehntausende Passagiere betraf. Auch Ryanair, die irische Billigfluggesellschaft, war stark beeinträchtigt: Mehr als 65.000 Passagiere waren betroffen, und über 50 Flüge wurden gestrichen. Der FC Arsenal, der am folgenden Tag gegen den SSC Neapel spielen sollte , musste aufgrund der Flugverspätung eine Pressekonferenz vor dem Spiel absagen.
Die Reaktionen der Behörden und Unternehmen
Der Flugsicherungsdienst NATS teilte mit, dass die Systemwiederherstellung länger als erwartet gedauert habe, das Problem aber nun behoben sei. „Wir arbeiten normal und mit Hochdruck daran, den Flugrückstand abzubauen“, so die Behörde in den sozialen Medien. Sie bezeichnete die Situation als „äußerst frustrierend“ und entschuldigte sich uneingeschränkt. Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander forderte Zusicherungen, dass aus dem Vorfall gelernt werde und die Systeme zur Unterstützung der Luftfahrt den Anforderungen gewachsen seien.
Kritik am Management der Nationals
Ryanair -Geschäftsführer Neal McMahon bekräftigte seine Forderung nach der Entlassung von Nats -Chef Martin Rolfe und warf ihm vor, britische Reisende erneut im Stich gelassen zu haben. „Es reicht! Die britische Regierung muss eingreifen und jemanden einsetzen, der die Aufgabe bewältigen kann“, sagte er.
Ein wiederkehrendes Problem
Es ist nicht das erste Mal, dass Großbritannien mit einer Panne zu kämpfen hat, die den Flugbetrieb lahmlegte. Im vergangenen Juli führte ein technisches Problem zur Annullierung Dutzender Flüge und sorgte für Unmut bei den Chefs britischer Fluggesellschaften. Eine noch gravierendere Panne ereignete sich, von der über 700.000 Passagiere betroffen waren und die Hunderte von Flugausfällen und -umleitungen zur Folge hatte.
